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Die Productized Service Challenge. Mit einem unerwarteten Ergebnis!

Episode 255
04.12.2022

Wie ich aus einem Weihnachtsmann einen skalierbaren Service gebaut habe, live und ohne Vorbereitung

Vor Kurzem war ich in einem anderen Podcast zu Gast. Alex, der Gastgeber, stellte mir mitten im Interview eine Challenge: Ob ich bereit wäre, spontan einen Productized Service live zu bauen. Ohne Vorbereitung. Ohne dass er mir vorher sagt, worum es geht.

Challenge accepted.

Und dann kam das Thema, das er sich ausgesucht hatte, damit ich garantiert nichts abkupfern kann: Ich sollte einen Productized Service für einen Weihnachtsmann entwickeln.

Klingt absurd. Ist es aber nicht. Denn genau an diesem völlig fachfremden Beispiel siehst du am besten, wie die Methode funktioniert – Schritt für Schritt, unabhängig von deiner Profession. In diesem Beitrag nehme ich dich mit durch den gesamten Prozess. Wenn du am Ende bist, wirst du erkennen, an welchen Stellen du das direkt auf dein eigenes Geschäft überträgst.

Das Ausgangsproblem des Weihnachtsmanns

Stell dir den Kunden vor. Ein professioneller Weihnachtsmann. Nicht der aus dem Kaufhaus, der nebenbei ein bisschen Taschengeld verdient, sondern ein echter Profi, ein Meister seines Fachs. Genau wie du in deiner Profession.

Sein Problem ist klar: Er hat nur eine kurze Saison im Jahr. Ein paar Wochen, in denen er das ganze Geld verdienen muss. Und alle wollen ihn am liebsten in denselben zwei Tagen buchen. Mit Stunden- und Tagessätzen kommt er nicht weiter – wenn er die Zahlen nennt, die er eigentlich bräuchte, flippen die Leute aus.

Das ist die Ausgangslage. Und jetzt bauen wir daraus einen Service. Ich gehe dabei immer nach demselben Vorgehen vor: Reduzieren, Fokussieren, Systematisieren, Skalieren. Am Ende gehst du mit einem fertigen Productized Service durch die Tür.

Schritt 1: Reduzieren

Ein Weihnachtsmann hat einen großen, bunten Blumenstrauß an Angeboten. Er kann im Kaufhaus stehen, auf Firmenevents auftreten, in Feriencamps arbeiten oder privat zu einer Familie nach Hause kommen. Und dazwischen gibt es noch unzählige Varianten.

Die erste Frage beim Reduzieren ist immer dieselbe: Was von all diesen Angeboten ist überhaupt profitabel?

Denn wenn du eine unprofitable Dienstleistung in einen Service umbaust, hast du am Ende nur einen unprofitablen Service. Da hat keiner etwas gewonnen.

Und hier spielt ein Faktor rein, der oft übersehen wird: die internen Kosten. Wenn ich fürstlich dafür bezahlt werde, im Kaufhaus zu stehen, aber die An- und Abreise in keinem Verhältnis dazu steht, dann ist das eben keine profitable Dienstleistung. Genau dasselbe erlebe ich ständig bei meinen Freiberuflern – die Frage ist immer, welche von den vielen Leistungen eigentlich der Rohdiamant ist.

Im Beispiel bleiben drei Optionen: die Feriengeschichten unterm Jahr (wenig profitabel, aber sonst wenig zu tun), die großen Events und Firmenfeiern (zeitlich effizient, aber viel Wettbewerb und wenig Qualitätsanspruch) und das Familien-Setting (persönlicher, hochwertiger).

Wir entscheiden uns – als erster Ansatz – für das Familien-Setting. Aus dem bunten Blumenstrauß ist damit die eine Dienstleistung geworden, für die es sich lohnt, den nächsten Schritt zu gehen.

Schritt 2: Fokussieren

Jetzt geht es um vier Dinge: Wer ist die eine Person? Was ist das eine Problem? Was ist der Trigger? Und was ist die Lösung, das Angebot?

Die Frage, die uns hier fast immer in die richtige Richtung führt, lautet: Wer hat mein Geld?

Es macht wenig Sinn, eine Dienstleistung für jemanden anzubieten, der sie nicht adäquat bezahlen kann. Und hier passiert ein wichtiger Schwenk. Das private Familien-Setting ist B2C. Da gelten andere Spielregeln – die kann man bedienen, aber es ist nicht meine Welt. Also suchen wir das familienähnliche Setting, das wieder im B2B liegt.

Das gibt es: Firmenevents. Der Unternehmer macht eine Weihnachtsfeier mit seiner Belegschaft, und natürlich kommt da ein Weihnachtsmann vorbei. Plötzlich haben wir einen Geschäftskunden statt eines Privatkunden – und damit ganz andere Mechanismen.

Damit steht die eine Person fest: der Geschäftsführer, der eine Weihnachtsfeier ausrichtet.

Und das eine Problem? Auf den ersten Blick geht es um Unterhaltung. Aber wenn du dich richtig tief in diesen Kunden hineinversetzt, merkst du: Da liegen mehrere Bedürfnisse übereinander.

  • Er will selbst gut dastehen. Da soll nicht irgendein Weihnachtsmann kommen, der vorne keinen geraden Satz herausbringt. Er wünscht sich jemanden, der unterhalten kann, der moderiert, der auch ihn als Chef ins rechte Licht rückt.
  • Er will seinen Mitarbeitern etwas Gutes tun. Der Weihnachtsmann ruft die Leute nach vorne, sagt etwas Persönliches über sie und überreicht ein Geschenk. Das ist echte Wertschätzung.
  • Er hat keine Zeit. Weder er noch seine Assistenz. Die Mitarbeiter sind in Kundenaufträge eingespannt. Der große Engpass dieses Kunden heißt Zeit.

Damit ist der Nutzen glasklar: Der Geschäftsführer will glänzen, seine Leute beschenken – und dabei so gut wie keinen Aufwand haben. Am liebsten: anrufen, Termin klarmachen, auflegen. Dann steht er auf der Bühne, sagt „Hier kommt Mister Weihnachtsmann“, und alles läuft.

Full Service. Das ist der Fokus.

Und hier steckt der eigentliche Denkfehler, den die meisten machen: Sie überlegen sich zuerst die Lösung und suchen sich dann den Kunden mit dem passenden Problem. So ist das Pferd falsch herum aufgezäumt. Erst die Person, erst das Problem – dann die Lösung.

Schritt 3: Systematisieren

Jetzt wird gebaut. Ein Productized Service ist für mich ein Wertstrom. Er besteht nicht nur aus dem Auftritt selbst, sondern aus mehreren Phasen – und einem vorgelagerten Sales-Prozess.

Onboarding

Der Kunde hat gebucht. Jetzt braucht der Weihnachtsmann von jedem Mitarbeiter ein paar persönliche Informationen für die individuelle Ansprache. Die Frage ist nur: Wie komme ich an diese Infos, ohne durch die ganze Firma zu telefonieren und alle zu stören?

Antwort: über eine feste Ansprechpartnerin, zum Beispiel die Assistenz. Und über ein vorgefertigtes Formular mit Ausfüllhilfe – kein Faxgerät, sondern ein sauberes Onlineformular, in das alles einmal eingetragen wird. Zu jedem Mitarbeiter ein, zwei Sätze. Das reicht.

Spielregeln

Jetzt kommt der Punkt, den ich beim Systematisieren immer für entscheidend halte: Spielregeln, die ich vorne im Sales-Prozess kläre.

Denn der Klassiker passiert garantiert: Von 20 Mitarbeitern bekomme ich zu zweien keine Rückmeldung. Also lege ich die Regeln vorher fest – genau wie ich es früher in meinem Ingenieurbüro beim Lastenheft gemacht habe. Dort galt: „Wenn ich da bin, höre zu. Keine Rückmeldung ist Zustimmung. Und die Zeit tickt.“

Übertragen auf den Weihnachtsmann:

  • Erst müssen alle Mitarbeiter aufgelistet sein. Wer fehlt, fehlt – das ist dann nicht mein Problem, sondern deins. Du willst schließlich gut dastehen.
  • Wenn zu einem Mitarbeiter keine Info kommt, gibt es einen generischen Text. Sauber und mit Niveau, aber eben generisch.
  • Beim Geschenk dasselbe: keine Rückmeldung heißt generische Tafel Schokolade. Pech gehabt – im positiven Sinne.

Diese Spielregeln sind eine Riesenerleichterung für beide Seiten. Weniger Arbeit für dich, klarer Deal für den Kunden, und hinterher gibt es keine Diskussion darüber, dass etwas nicht geklappt hat.

Vorbereitung

Der Termin steht: nächsten Mittwoch, 16 Uhr. Damit alles sicher ist, muss meine Vorbereitung sieben Tage vorher komplett fertig sein – das hat mit Pufferplanung zu tun.

Hier kommt auch das Thema Geschenke ins Spiel, das ich bewusst in den Service integriere. Denn der Weihnachtsmann bringt die individuellen Geschenke gleich mit. Er kommt auf die Bühne und kann sofort loslegen. Der Geschäftsführer hat null Aufwand und sieht einfach gut aus. Genau solche Details heben dich vom Wald-und-Wiesen-Weihnachtsmann ab, der so etwas nicht mal auf dem Radar hätte.

Dazu arbeite ich mit Checklisten. Alle Sachen für Firma Schmitz liegen im Regal, alles für Firma Müller im nächsten. Und ich fokussiere weiter: Ich bin der Premium-Weihnachtsmann für Betriebsfeiern – buchbar in einem Radius von 200 Kilometern.

Auch fürs Zeitfenster gilt eine Spielregel: Wir haben einen festen Slot definiert. Zieht der Programmpunkt vor mir zehn Minuten über, hänge ich hinten keine zehn Minuten dran. Das rüstet den Kunden auf, seine gesamte Programmplanung entsprechend aufzustellen – und spürbar wird wieder die hohe Professionalität.

Umsetzung

Jetzt der eigentliche Auftritt. Er läuft immer nach demselben Ablauf: Anreise mit Puffer, eine halbe Stunde vorher die bewussten Vorbereitungsschritte, der Chef kündigt den Weihnachtsmann an, ich gehe die 20 Mitarbeiter mit der individuellen Ansprache durch, Verabschiedung, Abbau.

Wrap-up

Und dann die letzte Phase: aufräumen, Sachen zurück ins Regal, Nachbereitung. Das ist der Kernservice – von der ersten Minute bis zum Schluss durchgeplant.

Der Sales-Prozess davor

Bevor der Service startet, steht der Sales-Prozess. Für mich beginnt er in dem Moment, in dem der Kunde an der Tür klingelt. Ich führe ihn bewusst von dort bis zur Buchung inklusive Vorkasse.

Dieser Prozess erfüllt zwei Dienste:

  1. Er filtert. Er sortiert die Kunden aus, die mir den Prozess hinten nur strubbelig machen. Was habe ich davon, einen Kunden an Bord zu ziehen, der fünf Wochen über Sinn und Unsinn diskutieren will?
  2. Er schützt deine unbezahlte Zeit. Akquise ist unbezahlt. Diese Zeit – Anfahrt, Erstgespräch, Angebot, Nachhaken – hasste ich früher in meinem Ingenieurbüro. Ein durchdachter Sales-Prozess mit klaren Abbruchpunkten sorgt dafür, dass du sie nicht mehr verschenkst.

Schritt 4: Skalieren

Jetzt steht der Service. Und jetzt wird es unternehmerisch interessant. Es gibt drei Hebel.

Skalieren über den Preis

Was ist das dem Kunden wert? Beim Weihnachtsmann lässt sich der Nutzen schwer in Euro umrechnen. Also arbeite ich mit einem Prinzip, mit dem ich mich immer gut ans richtige Preislevel herangerobbt habe: Double It.

Ich starte mit einem adäquaten Preis, sagen wir 200. Die ersten Kunden kaufen wie geschnitten Brot. Also verdopple ich: 400. Läuft weiter easy. 800. Jetzt bekommen die Ersten nervöse Augen, buchen aber trotzdem. 1.600. Jetzt fällt eine ganze Gruppe raus.

Damit habe ich mich ans Wertgefühl herangetastet. Vielleicht mache ich am Ende keinen vollen Double-It-Schritt mehr, sondern lege nur eine kleine Schippe drauf – 999 Euro für den Premium-High-End-B2B-Weihnachtsmann.

Der Denkfehler dahinter ist nicht Double It selbst. Es wird immer Kunden geben, die Premium bezahlen. Die Frage ist nur: Gibt es in meinem 200-Kilometer-Radius genug davon? Das finde ich nur heraus, indem ich es teste.

Und genau hier kommt das Mindset ins Spiel, das ich unternehmerisch so hilfreich finde: Hypothese und Experiment. Ich habe eine Hypothese – „Es gibt genug Kunden, die 1.600 zahlen.“ Ich mache das Experiment. Wenn die Hypothese widerlegt wird, bin nicht ich als Mensch gescheitert – die Hypothese war einfach falsch. Ich korrigiere sie und mache das nächste Experiment. Dieser Trick nimmt dich emotional aus dem Pricing-Spiel heraus. Viel zu oft schließen wir kurz: „Es funktioniert nicht, also bin ich ein schlechter Unternehmer.“ Falsch.

Skalieren über Effizienz und Kooperationen

Ich lagere aus, was andere besser können. Die Geschenke zum Beispiel: Es gibt Anbieter, die die Auswahl, Beschaffung und Lieferung übernehmen. Ich gebe ein Stück Marge ab, spare mir die Arbeit – und kann dafür mehr Aufträge annehmen.

Und weil der Service so sauber durchgeplant ist, kann ich Aufträge wie eine Perlenkette auffädeln: 15 Uhr Firma Müller, 16 Uhr Firma Schmitz, 18 Uhr Firma Walter – alle im Radius. Statt eines Events am Abend schaffe ich plötzlich zwei oder drei.

Skalieren über das Geschäftsmodell

Der größte Hebel: Ich bringe mein Modell anderen hochprofessionellen Schauspielern bei, die denselben Anspruch haben. In Lizenz oder Kooperation – du machst Stuttgart, du München, du Hamburg, du die Schweiz. Dann bin ich nicht mehr der eine Mister Weihnachtsmann im 200-Kilometer-Radius, sondern der Unternehmer mit dem skalierbaren Geschäftsmodell. Franchise, wenn du so willst.

Und wenn das alles läuft? Dann denke ich weiter. Warum nicht Karneval? Warum nicht Ostern?

Was du daraus mitnimmst

Aus einem Stundensatz-Kaufhaus-Weihnachtsmann ist ein fokussierter, hochprofitabler, skalierbarer Service geworden. Der Weg dahin war immer derselbe:

  • Reduzieren: Aus dem bunten Blumenstrauß die eine profitable Leistung herausschälen.
  • Fokussieren: Die eine Person, das eine Problem, der echte Nutzen. Erst der Kunde, dann die Lösung.
  • Systematisieren: Den Service als Wertstrom bauen – mit Onboarding, Spielregeln, klaren Phasen und einem Sales-Prozess, der filtert und deine Zeit schützt.
  • Skalieren: Über den Preis, über Effizienz und Kooperationen, über das Geschäftsmodell.

Ich bin kein Positionierungscoach. Ich bin Systemingenieur. Ich sehe Systeme. Und ein guter Service ist am Ende nichts anderes als ein Sternekoch-Rezept: sauber durchdacht, wiederholbar, schulbar – und im besten Fall eine geölte Maschine, die auch ohne dich funktioniert.

Das Weihnachtsmann-Beispiel ist bewusst konstruiert. Aber die Methode dahinter ist real. Nimm dir ein, zwei Dinge heraus und frage dich: Was davon könnte bei mir funktionieren?

Diesen Prozess habe ich live in einem Interview entwickelt – ohne Vorbereitung, ohne zu wissen, worum es geht. Die komplette Episode findest du in meinem Freiberuflich Selbstständig Podcast.

FSP238 Case Study – Productized Service: Übernahme als Chance – Interview mit Judith Geiss

Episode 238
06.06.2022

Judith ist Expertin für Unternehmen, bei denen sich nach einer amerikanischen Übernahme alles ändert. Und hat erfolgreich eine scheinbar kleine aber doch sehr lukrative Nische besetzt.

Eigendlich wollte ich über Judiths Nische und Dienstleistung reden. Aber dann hat sie über den Productized Service Workshop und ihre Ergebnisse als Teilnehmerin berichtet.

Mehr zu Judith Geiss

Homepage: thebridge-online.com
Xing: xing.com/profile/Judith_Geiss
LinkedIn: linkedin.com/in/thebridge-judithgeiss/

Buch: thebridge-online.com/uebernahme-formel/
Podcast: thebridge-online.com/podcast/
Übernahmebibliothek: thebridge-online.com/uebernahme-bibliothek/

Interesse an dem Productized Service Workshop?

Dann schicke mir eine Nachricht: maikpfingsten.de/kontakt/

PSP223 Wie man einen erfolgreichen Productized Service baut – Case Study – Interview mit Paula Thurm

Episode 223
25.10.2021

Hier findest du mehr über Paula Thurm und ihren Podcast

PSP202 Über 30 Ideen für einen Productized Service, die du sofort umsetzen kannst!

Episode 202
21.02.2021

Was könnte eine Idee für deinen Productized Service sein? Ein Productized Service, den du in einem Tag umsetzen kannst? Ohne dass du austauschbar wirst!

Das Problem mit der Komplexität

Die Kunden haben ein konkretes Problem und suchen eine professionelle Lösung. Was sie brauchen ist einfach ein Ergebnis.

Wir kommen aber mit unserer oftmals komplexen Dienstleistung und versuchen sie den Kunden zu erklären.

Das Ergebnis: Sie kaufen nicht.

Die Geheimwaffe

Meine Herangehensweise für einen erfolgreichen Productized Service: Eine Person – Ein Problem – eine Lösung!

Was bedeutet, wir müssen ein konkretes Problem lösen. Wir müssen aber auch die Lösung einfach halten!

Aus sicht des Kunden bedeutet es: Get the job done …

38 konkreten Ideen für einen Productized Service

Ich habe hier eine Liste von 38 konkreten Ideen für einen Productized Service zusammengetragen. Diese Ideen sind aus dem Bereich B2B und eigenen sich besonders für Freiberufler.

Die Liste habe ich thematisch gruppiert. Falls du eine Idee siehst, die in deinem Themenfeld reinpasst, dann transferiere die Idee einfach.

Warum sind die Titel in Englisch?

Ich habe sie bewusst in Englisch gehalten. Denn so regt es deine Fantasie an. Als Muttersprachler wäre das mir in Deutsch nicht möglich. Ich wäre viel zu schnell viel zu spezifisch und würde dir den Freiraum der Fantasie nehmen.

Warum steht hinter jedem Titel „… in a day“?

Als Freiberufler sind wir Geistesleister. Denken ist unser Job. Und was wir super gut können ist: komplex denken ;-)

Mit dem „… in a day“ will ich dich herausfordern. Wie könnte eine Lösung aussehen, wenn du das Problem innerhalb eines Tages für deinen Kunden lösen würdest?

Mein Pro-Tipp!

Wenn dich eine Idee für einen Productized Service anspricht, dann schau, dass du im nächsten Schritt damit spezifisch wirst. Spezifisch auf eine Person oder auf ein Problem. So findest du schnell dafür deine erfolgreiche Nische.

Die Liste der Ideen für einen Productized Service:

Productized Service Ideen im Bereich Marketing

  • Idee #1: Content Piece in a day
  • Idee #2: Case study in a day
  • Idee #3: Customer feedback in a day
  • Idee #4: B2B Marketing Webinar setup in a day
  • Idee #5: Podcast Setup in a day
  • Idee #6: Content Strategy in a day
  • Idee #7: Podcast Cover in a day
  • Idee #8: Brand Color strategy in a day
  • Idee #9: Book concept in day
  • Idee #10: Customer Avatar in a day
  • Idee #11: Survey setup in a day
  • Idee #12: Email strategy in day
  • Idee #13: Online Conference strategy in a day

Productized Service Ideen im Bereich Sales

  • Idee #14: Copywriting in day
  • Idee #15: Landing page in a day
  • Idee #16: B2B Sales Webinar Concept in a day
  • Idee #17: Sales Call strategy in a day
  • Idee #18: Offer strategy in a day

Productized Service Ideen im Bereich Operations

  • Idee #19: Project planning in a day
  • Idee #20: Tool Setup in a day
  • Idee #21: DSVGO Setup in a day
  • Idee #22: Cybersecurity Setup in a day
  • Idee #23: Workshop Setup in a day
  • Idee #24: Document Review in a day
  • Idee #25: Employee strategy in a day
  • Idee #26: VA strategy in a day
  • Idee #27: Process accessment in a day
  • Idee #28: KPI Setup in a day
  • Idee #29: Automation concept in a day
  • Idee #30: Contact in a day

Productized Service Ideen im Bereich Financials

  • Idee #31: Profit first setup in a day
  • Idee #32: Service Price calculation in a day
  • Idee #33: Cost reduction strategy in a day
  • Idee #34: Financial planning in a day

Productized Service Ideen im Bereich Strategy

  • Idee #35: Business positioning in a day
  • Idee #36: Business goals in a day
  • Idee #37: Business vision in a day
  • Idee #38: Corporate integrity in a day

PSP199 Aus der Führungsposition mit einem Productized Service erfolgreich starten – mit Philipp Schmid

Episode 199
31.01.2021

Case Study: Als Experte komplett virtuell mit dem Kunden zusammenarbeiten, geht das? Interview mit Dirk Leitsch

Episode 170
01.04.2020



40 Tage Urlaub im Gründungsjahr mit einem 6-stelligen Productized Service! Interview mit Dirk Leitsch

Episode 153
19.11.2019

Du hast jahrzehntelange Erfahrung in einem hochkomplexen Bereich. Kunden kommen zu dir, weil du’s einfach drauf hast.

Und trotzdem sitzt du da – jeden Tag im gleichen Hamsterrad:

Angebot schreiben. Tagessatz verhandeln. Projekt um Projekt. Ständig verfügbar. Ständig unter Strom. Viel Arbeit, wenig Hebel.

Dirk ging’s genau so.

Als Ingenieur mit Meistertitel, DAX-Erfahrung, Führungskraft in einem Hightech-Team für Maschinensicherheit.

Einer, der wusste, wovon er spricht – aber auch einer, der irgendwann dachte:

„Ich bin Experte. Warum fühlt es sich dann an, als würde ich im Akkord arbeiten – ohne Plan, ohne Hebel, ohne Luft?“

Der Wendepunkt: Productized Service statt Projektchaos

Dirk hat nicht einfach seine Ingenieursleistung verkauft.

Er hat sie standardisiert – und daraus einen klaren Service mit festen Schritten, klarem Ergebnis und Festpreis gebaut:

„Ich erstelle die Dokumentation zur CE-Kennzeichnung – mit Normenrecherche, Risikobeurteilung, Gefährdungsanalyse und Maßnahmenkatalog. Sechs definierte Schritte. Immer gleich. Jedes Mal durchdacht.“

Das Spannende?

  • Seine Kunden liefern den Inhalt (Daten zur Maschine, Fotos, Infos).
  • Er bringt die Methodik (den strukturierten Ablauf, den rechtssicheren Prozess).
  • Er steuert alles über klar definierte Pakete und Preise – kein Tagessatz-Geschacher mehr.

Der Effekt?

Von null auf sechsstelligen Umsatz – im ersten Jahr

Dirks Ziel war bescheiden: 80.000 Euro im ersten Jahr.

Erreicht hat er: über 100.000 Euro nach sechs Monaten.

Ohne Personal.
Ohne teure Agentur.
Ohne Werbe-Buzzword-Bingo.

Dafür mit:

  • Klarer Positionierung
  • Einem Produkt, das Kunden verstehen
  • Und einem System, das ihm erlaubt, effizient zu liefern – und gleichzeitig 40 Tage Urlaub zu machen.

Ja, vierzig Tage Urlaub. Im Gründungsjahr.

„Ich arbeite im Schnitt unter 40 Stunden pro Woche. Trotzdem verdiene ich mehr als früher als Abteilungsleiter.“

 

Aber CE-Kennzeichnung ist doch super individuell…?

Das dachte Dirk am Anfang auch.

Maschinen sind unterschiedlich. Kunden sind unterschiedlich. Branchen sind unterschiedlich.

Und trotzdem funktioniert’s.

Denn: Der Prozess ist immer gleich.
Die Fragen sind die gleichen.
Die Risiken sind die gleichen – nur anders ausgeprägt.

Dirks Learning:

„Ich habe gemerkt: Ich brauche nicht jedes Mal alles neu erfinden. Ich brauche nur eine gute Methode, die richtigen Fragen – und ein sauberes System, das mir erlaubt, die Informationen vom Kunden abzufragen.“

Er macht heute 50 % seiner Projekte remote – komplett online.

Der Kunde liefert Fotos, Videos, Messwerte. Dirk erstellt den Rest.

Warum ein Productized Service so erfolgreich ist

Weil du damit…

  • besser verkaufst: Klarer Nutzen, klarer Ablauf, klarer Preis – statt Zeit x Stundensatz
  • mehr verdienst: Du wirst schneller, präziser und kannst deine Erfahrung endlich monetarisieren
  • mehr Kontrolle hast: Du bestimmst den Prozess, du führst – statt immer nur zu reagieren
  • deine Arbeit wieder liebst: Weil du weißt, was du tust, warum du es tust – und für wen

Was du dir mitnehmen solltest

Wenn du ein Profi bist, ein Freiberufler, ein Experte – und du willst:

  • Weg vom Zeit-gegen-Geld-Modell
  • Raus aus dem Projekt-Hopping
  • Mehr Klarheit, mehr Umsatz, mehr Leben

Dann überleg dir:

Was ist das wiederholbare Problem deiner Kunden – und wie kannst du es mit einem klaren Service lösen?

Dirk hat’s getan.

Und heute baut er nicht nur Maschinen sicher – sondern auch sein eigenes Unternehmen.

Mit Plan. Mit Hebel. Mit Freiheit.

DGC143 Case Study: Dienstleistung standardisieren am Beispiel Prozessberatung

Episode 143
06.08.2019
Hinweise in der Episode:

Wenn dir die Episode gefallen hat, mir machen diese Beispiele wie du deine Dienstleistung standardisieren kannst wahnsinnig viel Spaß.

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DGC128 Case Study: Dienstleistung standardisieren am Beispiel Hochwasserschutz

Episode 128
26.03.2019
Hinweise in der Episode:

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