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WordPress vs. Vibe-Coding – Interview mit Johannes Mairhofer


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Maik Pfingsten
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Johannes Mairhofer

Shownotes

Ich war zu Gast im Nerdcafé-Podcast von Johannes Mairhofer, und im Gegenzug war Johannes bei mir. Das Ergebnis ist eine zweiteilige Episode: Teil eins bei ihm zu Productized Services und wertbasierten Festpreisen, Teil zwei hier bei mir zu Unternehmertum, WordPress und KI.

Vom „Bauchladen“ zum fokussierten Angebot

Johannes ist seit 2010 selbstständig, ursprünglich als Fotograf. Nebenbei half er Kollegen mit WordPress, weil er aus der IT kam. Aus diesem „kann ich mal eben helfen“ wurde ein Workshop-Konzept, dann Dozentenjobs bei VHS und diversen Bildungsanbietern, dazu Fotoassistenz und Arbeit beim Fernsehen. Seine eigene Beschreibung dafür: ein Bauchladen. Spannend war das trotzdem, aber kein unternehmerisches Denken. Das kam laut Johannes erst in den letzten zwei, drei Jahren.

Der Wendepunkt war die Pandemie. Fotografie brach weg, WordPress-Nachfrage stieg, weil plötzlich alles virtuell lief. Johannes zog daraus eine klare Konsequenz: Bauchladen auflösen, auf ein Thema fokussieren. Das ist ein Muster, das ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen kann. Die Phase des Ausprobierens gehört zur Selbstständigkeit dazu, aber irgendwann muss der Fokus kommen, wenn daraus ein tragfähiges Business werden soll.

Von Stunden gegen Geld zum Festpreis-Produkt

Der zweite große Schritt: weg vom Stundenhonorar, hin zum Productized Service mit Festpreis. Johannes‘ 1:1-WordPress-Kurs kostet heute 3.000 bis 4.000 Euro, unabhängig davon, ob dafür drei oder sieben Treffen nötig sind. Das Ziel ist klar definiert: Am Ende kann die Kundin oder der Kunde WordPress bedienen. Ein kurzes, kostenloses Erstgespräch klärt vorher Zielsetzung und Vorwissen, danach steht der Preis fest.

Das ist genau das Prinzip, das ich mit dem Productized Service predige: Nicht Zeit verkaufen, sondern ein klar definiertes Ergebnis zu einem klar definierten Preis. Der Kunde kauft keine Stunden, sondern eine Lösung.

Zwei zusätzliche Produkte, die sich gegenseitig hochziehen

Besonders gefallen hat mir, wie Johannes sein Angebote gestackt hat:

Das WordPress Audit

Früher hat Johannes kostenlos beraten, wenn ihn Interessenten über LinkedIn kontaktierten. Das war klassisches Unpaid Consulting. Ergebnis: Die Leute hatten ihre Fragen beantwortet und wurden trotzdem keine Kunden. Seine Lösung: kurzes, kostenloses Erstgespräch ohne Tiefe, danach ein bezahltes Audit mit Tool-gestützter Analyse. Der Effekt: Bessere Ergebnisse für den Kunden, weil bezahlt und intensiver. Für Johannes ist es außerdem häufig der Einstieg in eine langfristige Zusammenarbeit, weil aus den Empfehlungen oft weiterführende Projekte entstehen.

Ich löse dein Problem garantiert!

Ein sehr klar geschnittenes Notfall-Produkt: konkretes technisches WordPress- oder Hosting-Problem, 500 Euro fix. Wenn Johannes es nicht lösen kann, kostet es nichts. Kein Risiko für den Kunden außer verlorener Zeit. Ich kenne dieses Muster aus eigener Erfahrung: Kunden, die schnell ein Ergebnis brauchen, honorieren Tempo und Verlässlichkeit überdurchschnittlich gut. Bei mir war das der Fall, wenn Kunden kurz vor einer Ausschreibung merkten, dass ihnen ein Lastenheft fehlte. Sie waren dann bereit, das Doppelte zu zahlen, nur um schneller ans Ziel zu kommen.

Diese Art von Angeboten zeigt: Ein einzelner, klar abgegrenzter Productized Service kann der Hebel sein, der größere Aufträge erst öffnet.

WordPress, KI und die Frage nach dem Backend

Im Gespräch ging es auch um KI in WordPress, konkret um den neuen KI-Konnektor in WordPress 7, mit dem sich Modelle wie ChatGPT oder Gemini per API anbinden lassen. Damit lassen sich Blogbeiträge erstellen und sogar passende Beitragsbilder generieren, direkt im System.

Meine Position dazu, die ich im Podcast auch so vertreten habe: WordPress ist als Backend ein seit 25 Jahren gehärtetes System. Wer stattdessen komplett „vibe-gecodete“ Webseiten ohne echtes Backend baut, verzichtet auf diese Stabilität. Am Ende gibt es dort auch keinen Platz mehr für ein Security-Plugin, weil es kein Backend gibt, das es schützen könnte. Johannes sieht das ähnlich, zieht die Grenze aber differenzierter: Für einfache Visitenkarten-Websites ist WordPress oft überdimensioniert, hier reichen Baukästen wie Jimdo oder eben KI-generierte Seiten völlig aus. Die eigentliche Zukunftsfrage ist für ihn nicht WordPress vs. Wix, sondern WordPress vs. Cloud-Tools wie ChatGPT.

Für Content-getriebene, komplexere Business-Websites bleibt WordPress aus seiner Sicht weiterhin die richtige Wahl. Ergänzt wird das Ganze durch KI als zusätzliches Werkzeug im System, nicht als Ersatz für das System selbst.

Datenschutz wird mit jedem Tool komplexer

Ein Punkt, den Johannes zu Recht betont: Sobald KI-Konnektoren im Spiel sind, kommt eine ganze Reihe zusätzlicher Datenschutzfragen dazu. Welche Daten gehen an welche KI, wo landen Newsletter-Adressen, was passiert mit Kommentaren in Backups. Themen wie Löschanfragen nach DSGVO werden dadurch nicht einfacher. Johannes holt sich hierfür bewusst einen Datenschützer ins Team, weil das am Ende Rechtsberatung ist, die er selbst nicht leisten darf. Ein Punkt, den ich nur unterstreichen kann: Je mehr Tools und Konnektoren im Spiel sind, desto wichtiger wird es, Datenschutz nicht nebenbei, sondern mit klarer Verantwortlichkeit zu behandeln.

Warum ich meinen Podcast selbst hoste

Zum Abschluss kamen wir auf ein Thema, das mir persönlich wichtig ist: Warum hoste ich meinen Podcast selbst, statt auf Spotify oder andere Anbieter zu setzen? Zwei Gründe:

  1. Baue auf eigenem Land. Ich habe schon 2012 im Internet gelernt, was passiert, wenn ein Tool-Anbieter plötzlich verschwindet, etwa weil eine Finanzierungsrunde nicht klappt. Wer seinen Feed bei einem Drittanbieter hostet, riskiert, dass der Feed im Ernstfall verloren geht oder gar nicht herausgegeben wird.
  2. Der Feed ist die Laderampe meines Business. Das RSS-Feed ist die Ausfahrt aus meiner kleinen Welt zu meinen Hörerinnen und Hörern. Ein so zentrales Asset will ich selbst in der Hand halten: technisch über einen eigenen Server mit Podlove-Plugin, MP3- und AAC-Dateien per FTP-Upload.

Das Prinzip lässt sich über den Podcast hinaus übertragen: Wichtige Assets im eigenen Business, ob Feed, Kundendaten oder Content, gehören auf eigenem Land, nicht auf gemietetem.

Den ersten Teil unseres Gesprächs findest du im Nerdcafé-Podcast „Value Pricing mit Maik Pfingsten #142“.

PSP182 Case Study: Wie du die Reichweite deines Podcast erhöhst! Interview mit Paula Thurm


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Paula Lotte Thurm

Shownotes

Hinweise aus der Episode

DGC118 Hörertreffen und die Magie der Community


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Maik Pfingsten

Shownotes

DGC113 Der Plan war scheiße – weiter gehts …


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Maik Pfingsten

Shownotes

Hier noch der Link zu dem Telepromter, den ich heute nutze: TeleprompterPAD iLight Pro

LE108 Erfolgreich Podcasten als Freiberuflerin in der IT


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Maik Pfingsten
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Petra Koch

Shownotes

LE083: Bootstrapping und Lean Startup


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Thorsten Kucklick

Shownotes

Die Themen

  1. Was ist Bootstrapping und warum sollte ich mich damit beschäftigen?
  2. Wie hast du Bootstrapping angewendet?
  3. Was unterscheidet Bootstrapping von Lean Startup?
  4. Wann macht Bootstrapping Sinn?
  5. Was sind deine Tipps & Tricks aus der Praxis?

Hinweise aus der Episode

  • Zum BLOG von Thorsten Kucklick und zum kostenlosen eBook: Autaak
  • Hier geht es zur Website: Ultrapress von Thorsten Kucklick
  • Hier geht es zur Website: Mein Spiel von Thorsten Kucklick und Ole Boyken

LE078: Nebenberuf Startup


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Christoph Engelhardt
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Benedikt Deicke

Shownotes

Themen

  1. Warum gibt es den Podcast Nebenberuf Startup?
  2. Wie habt ihr euch nebenberuflich selbstständig gemacht?
  3. An welchen Projekten arbeitet ihr gerade?
  4. Was sind die typischen Herausforderungen?

LE069: Business Podcast Barcamp 2015


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Maik Pfingsten

Shownotes

Inhalt der Episode:

  1. Warum das Business Podcast Barcamp?
  2. Für wen ist das Barcamp – und für wen nicht!
  3. Was erwartet dich auf dem Barcamp?

Hinweise in der Episode:

LE058: Wie finde ich den richtigen Preis für mein digitales Produkt?


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Maik Pfingsten

Shownotes

Themen der Episode:

  1. Neue Sendezeit der Live-Show
  2. Wie finde ich den richtigen Preis für mein digitales Produkt?
  3. Wir finde ich wirkungsvollen Content für meinen Podcast?

Hinweis in der Episode

LE050: Meine fünf Erkenntnisse aus 2014


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Maik Pfingsten

Shownotes

Der Inhalt der Episode:

  1. Retrospektive – Wie funktioniert das?
  2. Was sind die Erkenntnisse für 2014?
  3. Was packe ich 2015 an?

Hinweis in der Episode